Leiter der Forschungsstelle "Ethik der Genom-Editierung"
Geschäftsführer des Klinisches Ethik-Komitee am Universitätsklinikum Tübingen

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Gartenstraße 47
72074 Tübingen, Deutschland

Telefon: 0049 (0)7071- 29-78031 | 0049 (0)160 - 93814865

E-Mail: robert.ranisch [at] uni-tuebingen.de
Web: robertranisch.de | @RobRanisch

 


Forschungsschwerpunkte

  • Allgemeine Ethik (Normenbegründung; Konsequentialismus; Zukunftsverantwortung; Theorien des guten Leben)
  • Bioethik (Probleme am Lebensanfang, insb. vorgeburtliche Diagnostik; Human Enhancement; Neuroethik; Tier- und Umweltethik insb. im Hinblick auf GMO; Digitalethik und Medizin)
  • Organisationsethik (Ethikberatung für Organisationen, Ethische Entscheidungsfindungsmodelle)
  • Moralpsychologie (Rolle von Emotionen insb. bei der Entscheidungsfindung und Risikobewertung; Ethik der Neurowissenschaften)

 

Biographische Notiz 

Robert Ranisch studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Angewandte Ethik u.a. an den Universitäten Warwick, Jena und Oxford. Von 2011 bis 2013 war er Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs „Bioethik “ (DFG GRK 889/3) am IZEW Tübingen und seit 2014 FAZIT-Stipendiat für ein Promotionsstudium in Philosophie an der Universität Düsseldorf. Herr Ranisch war von 2010 bis 2012 Research Associate am Oxford Uehiro Centre for Practical Ethics und seit 2010 Assoziierter Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Ethikzentrum der Universität Jena. 2014 Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung der BMBF-Klausurwoche „Lebensqualität in der Medizin“ des Lehrstuhlstuhls für Ethik in den Biowissenschaften und des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) Tübingen. 2015 Forschungsaufenthalt bei der Fondation Brocher (Genf) und Mitarbeiter im Arbeitsbereich „Ethik und Bildung“ am IZEW sowie am Lehrstuhl für Angewandte Ethik der Universität Jena. Seit November 2016 Geschäftsführer des Global Applied Ethics Institute an der Universität Jena. Seit 2017 Mitarbeiter am Institute für Ethik und Geschichte der Medizin Tübingen. 

 

Ausbildung 

  • Promotionsstudium in Philosophie/Bioethik, Universität Düsseldorf und Tübingen (Betreuung: Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, Prof. Dr. Thomas Potthast)
  • Postgraduale Ausbildung in Bioethik, Universität Tübingen
  • Postgraduale Ausbildung in Angewandte Ethik, Universität Jena
  • Master in Philosophie, University of Warwick
  • Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Angewandten Ethik, Universität Jena, Oxford und Göttingen

 

Fellowships und Mitgliedschaften

 

Stipendien & Auszeichnungen

  • AeV-Förderpreis "Medizin und Ethik" 
  • Promotionsstipendiat der FAZIT-Stiftung
  • DFG-Stipendiat am Graduiertenkolleg „Bioethik“, IZEW Tübingen
  • Hölderlin-Stipendium für Studien an der University of Oxford
  • Auslandsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes für ein Studium an der University of Warwick
  • Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

 

Publikationen (Auswahl)

Buch- und Sammelbände  

 

Policypaper und Gutachten  

  • Ranisch, R. / Henking, T. (2018): Ethische und rechtliche Aspekte der Keimbahnintervention durch Genom-Editierung: Zwischen Anwendungsszenarien und dauerhaftem Verbot. Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestages vorgelegt dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag.
  • Baldus, M. / Dickmann, M. / Gasiorek-Wiens, A. / Gossen, R. / Hager, R. / Henking, T. / Krüger, L. / Löser, K. / Ranisch, R. / Remus, D. / Skeide, A. / Thieser, A. E. / Turczynski, J. & Wolff J. (2016): Pränataldiagnostik im Diskurs: 23 Thesen. Tutzing: Akademie für politische Bildung.

Beiträge in Sammelbänden 

  • Ranisch, R. (2018): CRISPR-Eugenik? – Kritische Anmerkungen zur historischen Bezugnahme in der gegenwärtigen Verhandlung der Genom-Editierung. In: Ranisch, R.; Müller, A.; Hübner, C.; Knoepffler, N. (Hg.): Genome Editing - Quo vadis? Ethische Fragen zur CRISPR/Cas-Technik. Königshausen & Neumann.
  • Ranisch, R., Burmeister, Chr., Brand, C. & Müller, U. (2017): Ethische Entscheidungsfindung in der beruflichen Praxis: Didaktische Herausforderungen im Spannungsfeld von Erfahrungswissen und Theorie am Beispiel des Weiterbildungsangebotes „Ethik in Organisationen“. In: Dietrich, Rohbeck & Brand (Hg.): Experimente. Ansätze zu einer kritisch-reflexiven empirischen Forschung in der Didaktik der Philosophie und Ethik.
  • Ranisch, R. (2015): „Du sollst das beste Kind wählen!“ Zur Kritik des Pflichtbegriffs von Procreative Beneficence . In: Ranisch, R. / Schoul, S. & Rockoff, M. (Hg.): Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken. Francke-Verlag.
  • Ranisch, R. / Schuol, S. & Rockoff, M. (2015): Einleitung: Zur Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken. In: Ranisch, R. / Schoul, S. & Rockoff, M. (Hg.): Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken. Francke-Verlag.
  • Ranisch, R. (2014): Morality. In: Ranisch, R. & Sorgner, S. L. (Hg.): Post- and Transhumanism – An Introduction. Peter Lang Verlag.
  • Ranisch, R. & Sorgner, S. L. (2014): Introducing Post- and Transhumanism. In: Ranisch, R. & Sorgner, S. L. (Hg.): Post- and Transhumanism: An Introduction. Peter Lang Verlag.
  • Ranisch, R. (2013): Warum Biokonservative moralische Einstellungen haben, die Bioliberale verstehen sollten. In: Baumbach-Knopf, C. / Achatz, J. & Knoepffler, N. (Hg.): Facetten der Ethik. Könighausen & Neuman.
  • Ranisch, R. & Savulescu, J. (2009): Ethik und Enhancement. In: Knoepffler, N. & Savulescu, J. (Hg.): Der neuen Mensch? Enhancement und Genetik. Verlag Karl Alber. 
  • Ranisch, R. (2009): Einträge „Niccolo Machiavelli“, „John Rawls“, „Jean-Jacques Rousseau“, „Max Weber“. In: Birx, H. J. (Hg.): Encyclopedia of Time. Sage.

 

Artikel in Journalen

  • Dubljević, V. & Ranisch, R. (2018): Moral Enhancement – And the Opposite: Making People More or Less Moral. In: eLS. John Wiley & Sons Ltd, Chichester. http://www.els.net [doi: 10.1002/9780470015902.a0027993]
  • Ranisch, R. (2018): Zur militärischen Nutzung der Genom-Editierung. In: Wissenschaft und Frieden (4/2017)
  • Ranisch, R. (2017): Germline genome editing and the functions of consent. In: American Journal of Bioethics 17(12).
  • Burmeister, Ch. & Ranisch, R. (2017): Jahrestagung des Deutschen Ethikrats 2016: Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Beurteilung. In: Ethik in der Medizin 29(2).
  • Schöttl, L. & Ranisch, R. (2016):  Compliance und Integrity in der Wirtschaftsethik. Normen ohne Werte oder Werte ohne Normen?, Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 17(2).
  • Ranisch, R. & Brand, C. (2016): Clinical Ethics Consultation and the Challenge to Implement What Is Right. In: American Journal of Bioethics 16(9).   
  • Ranisch, R. (2015): Sloterdijk und Habermas im ,Menschenpark‘. Aufklärung & Kritik 22(3).
  • Ranisch, R. (2015): „Cognitive Enhancement to Overcome Laziness: Ethically Wrong or just Stupid?“ In: AJOB Neuroscience, 6(1).
  • Ranisch, R., Garofoli, D. & Dubljevic, V. (2013): „Clock Shock,“ Motivational Enhancement and Performance Maintenance in Adderall Use. In: AJOB Neuroscience 4(1).
  • Ranisch, R. (2013): Rez. Matti Häyry, Rationality and the Genetic Challenge – Making People Better. In: Zeitschrift für medizinische Ethik 59(3).
  • Ranisch, R. (2012): Impersonalism in Bioethics. In: American Journal of Bioethics 12(8).   

 

Kleinere Schriften, Blog und Medien 

 

Lehre

  • „Das Gute und das Gerechte“, EPG, Universität Tübingen
  • „Einführung in die Angewandte Ethik“, Angewandte Ethik, Universität Jena
  • „Enhancement und das Gute“, Philosophie, Universität Jena
  • „Forschungsethik“, Dresden International Unversity
  • „Gesundheit und globale Verteilungsgerechtigkeit“, Angewandte Ethik,  Universität Jena
  • „Hauptpositionen der Ethik“, Angewandte Ethik, Universität Jena
  • „Medizin zur Verbesserung des Menschen?“, Medizin, Universität Jena
  • „Therapien für eine nachhaltigere Welt“, Studium Oekologicum, Universität Tübingen
  • „Topics in Population Ethics“, Angewandte Ethik, Universität Jena
  • „Umwelt- und Naturethik“, Angewandte Ethik, Universität Jena
  • „Verantwortung für zukünftige Generationen und das non-identity Problem“, Angewandte Ethik, Universität Jena

 

Mitgliedschaft in Wissenschaftlichen Gesellschaften 

  • Akademie für Ethik in der Medizin (AEM)
  • Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP)
  • Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil)
  • Global Health Council
  • Global Ethics Network for Applied Ethics
  • Human Development and Capability Association