Laufzeit: Februar 2017-Dezember 2019

 

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Hans-Jörg Ehni

Adresse: Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Tübingen, Gartenstraße 47, 72074 Tübingen

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  Telefon: +49 (0)7071-297803

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin: Dr. Selma Kadi

Adresse: Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Tübingen, Gartenstraße 47, 72074 Tübingen

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefon:+49 (0)7071-2977680

 

 

Gerontologen/-innen haben im Kontext des demographischen Wandels in den letzten Jahren zahlreiche Konzeptionen des „erfolgreichen“, „aktiven“, „gesunden“ oder „guten“ Alter(n)s entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei der Erhalt der Gesundheit des Einzelnen zum Nutzen der Gesellschaft. Die implizite Normativität dieser Konzeptionen ist bisher nicht aus der Perspektive der Ethik und Medizinethik kritisch untersucht worden. Aus diesem Umstand ergeben sich mehrere Probleme, vor allem Angemessenheit der Konzeptionen und ihrer Elemente wie Gesundheitsbegriffe in einer pluralistischen Gesellschaft, Grenzen der Verbindlichkeit der formulierten Normen, sowie Gerechtigkeitsfragen.

 

Indem die einschlägigen gerontologischen Konzeptionen akademische und politische Programme zum demographischen Wandel beeinflusst haben, besteht die Gefahr, dass diese ethischen Probleme auf diese Kontexte übertragen werden. Das vorliegende Projekt untersucht an exemplarischen Beispielen, inwiefern das geschehen ist und unterzieht die implizite Normativität der gerontologischen Konzeptionen einer empirisch informierten Analyse, Kritik und systematischen Rekonstruktion aus der Perspektive der Ethik und Medizinethik. Ziel ist es, Normen zu rekonstruieren, die als „Ethik des Alter(n)s“ eine allgemeine und systematische Grundorientierung – „Leitlinien für Leitlinien“ – für die unterschiedlichen Akteure bieten können, um die entsprechenden Versäumnisse in einem interdisziplinären Dialog und öffentlichen Diskursen zu korrigieren.

BMG Web de WBZ