QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozent: Professor Urban Wiesing
Zeitraum: 23.10. bis 02.11.2017, 8.00 bis 9.30 Uhr, jeweils Großer Hörsaal, Medizinische Klinik
 
Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.
 
 
QB2-Seminar: Ethische Aspekte der Sterbehilfe
Dozent: Professor Urban Wiesing
Vorbesprechung: 04.12.2017, 18.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, Seminarraum
Zeitraum 15.01.- 19.01.2018, 16.00 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Das Seminar versucht zunächst, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und des assistierten Suizids zu unterscheiden und die Begriffe zu klären. Danach werden die ethische Argumente pro und contra jeweils untersucht. Überdies informiert das Seminar zu internationalen Entwicklungen. Literatur wird in der Vorbesprechung verteilt
 
QB2-Seminar: Tierethik und Tierversuche
Dozent: Dr. Gardar Arnason
Vorbesprechung: 13.12.2017, 16.00 Uhr (obligatorisch)
Zeitraum: 22.-26.01.2018, 16.00 -18.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47
Anmeldung: SIMED
 
In diesem Seminar geht es um die ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen. Zur Einleitung wird zuerst die Geschichte der Debatte kurz dargestellt, dann werden grundlegende tierethische Auffassungen diskutiert. Ob wir Tiere zu den Forschungszwecken nutzen können, hängt teilweise davon ab, welchen moralischen Status Tiere haben. Haben Tiere Rechte? Haben Tiere Interessen, die vergleichbar sind mit menschlichen Interessen? Welche Kriterien sind überhaupt entscheidend für den moralischen Wert von Tieren? Wenn wir uns eine philosophisch-ethische Grundlage in der Tierethik geschafft haben, werden die wichtigsten Argumente von Gegner und Befürworter der Tierversuche analysiert und bewertet.
 
QB2-Seminar: 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne
Dozent: Dr. Daniel Becker
Vorbesprechung: 12.12.2017; 16:30 Uhr (obligatorisch)
Zeitraum: 15.01.2018 - 19.01.2018, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum
Uhrzeit: 16-18 Uhr
 
In diesem Seminar wird anhand einer Vielzahl von Zugängen das Thema Tod und Sterben behandelt. Zur Sprache kommen sollen sowohl intern medizinische, als auch soziologische, historische, und medienwissenschaftliche Herangehensweisen.
Die Seminarteilnehmer sollen im Verlauf des Kurses den Facettenreichtum und die divergierenden Perspektiven dieses fundamentalen Themas kennenlernen. Mithilfe von Referaten und Diskussionsrunden sollen pro Doppelstunde verschiedene, teils zueinander konträre Betrachtungsweisen besprochen werden.
Große Themenbereiche die angesprochen werden können sind u.a. die Sterbebegleitung, Sterben und Tod in der Medizin, die Perspektive der Sterbenden, sowie Sterben und Tod in Bezug auf die sozialen Netzwerke und das Web 2.0.
 
QB2-Seminar: Aids und Ethik
Dozent: PD Dr. Henning Tümmers
Vorbesprechung (obligatorisch): 23.10.2017, 18.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestraße 6, Seminarraum
Zeitraum: 04.-08.12.2017, jeweils 18.00-19.45 Uhr
Ort: Institut für Geschichte der Medizin, Goethestraße 6, Seminarraum
Anmeldung SIMED
 
Das Seminar analysiert ethische Dilemmata, die sich seit den 1980er Jahren im Umgang mit der Krankheit Aids vor allem in der Bundesrepublik ergaben. Dies geschieht anhand zeitgenössischer Quellen, historiografischer Sekundärliteratur zum Thema HIV/Aids und Grundlagentexten einer medizinischen Ethik. Das Ziel besteht darin, kontroverse Perspektiven im Umgang mit dieser Bedrohung zu erklären und diese historisch einzuordnen.
 
QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach Unsterblichkeit
Dozent: PD Dr. Hans-Jörg Ehni
Vorbesprechung: Pflicht: 25.10.2017, 18.00 Uhr im Institut
Zeitraum 04.-08.12.2017,16-18.00 Uhr (c.t.)
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47
 
[Text folgt]

QB2-Seminar: Ethische Aspekte von Demenz im Spielfilm
Dozentin: Lisa Frebel
Vorbesprechung: 06.11.2017, 18.00 Uhr, Ort: Gartenstr. 47, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum
Zeitraum: 27.11. – 01.12.2017, 18.00 -20.00 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Bedingt durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Menschen mit Demenz steigen und damit dringt die weitreichende Bedeutung der Diagnose verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Diese Prognosen geben Anlass, sich nicht nur medizinisch-wissenschaftlich mit dem Krankheitsbild zu beschäftigen, sondern auch mit der ethisch-moralischen Verantwortung der Gesellschaft gegenüber den Betroffenen. Der Film als Medium eignet sich in besonderer Weise dazu, neue Kommunikationsprozesse und Wissensressourcen für den Umgang mit Menschen mit Demenz zu erschließen.
Das Ziel des Seminars ist es, sich mit den medizinethischen Prinzipien und Problemfeldern (z.B. Gewalt, Kommunikation, Betreuungsrecht, Sterbehilfe, Personenstatus und Forschung) anhand von einzelnen Filmszenen auseinanderzusetzen und zur Verbesserung des Verständnisses, der Sensibilisierung und des gegenwärtigen Wissens über die ethischen, sozialen und psychologischen Dimensionen der Demenz-Krankheit beizutragen.
 
Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Ansehen von Spielfilmszenen; Vorbereitung und Präsentation eines Referats oder schriftliche Ausarbeitung des Referatsthemas
 
QB2-Seminar: Ethische Fragen der assistieren Reproduktion – mit einem Fokus auf deren dokumentarische mediale Aufbereitung
Dozentin: Dr. Selma Kadi
Vorbesprechung: 18.10.2017, 18.00 Gartenstr. 47, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum
Zeitraum 20.11.-24.11.2017, 16.00 – 18.00 Uhr, Anmeldung: SIMED
 
Lernziel: Fähigkeit, ethische Fragen der assistierten Reproduktion unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur zu diskutieren
 
Inhalt: Das Seminar bietet eine Einführung in ethische Fragestellungen der assistierten Reproduktion. Über 5 Millionen Kinder wurden bereits durch den Einsatz von IVF und ähnlichen Methoden geboren. Zu bereits etablierten Anwendungen kommen immer wieder neue (z.B. social freezing, IVF-with-ROPA) hinzu. Zugleich gibt es nach wie vor Kritik und international sehr unterschiedliche Regulierungen. 
Im Seminar werden die folgenden Fragestellungen unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur und anhand von Beispielen dokumentarischer Filme diskutiert:
Welche technischen Möglichkeiten sollen warum ausgeschöpft werden? Unter welchen Bedingungen sollen unterschiedliche Methoden der assistierten Reproduktion eingesetzt werden? Wer soll warum Zugang zu IVF und ähnlichen Methoden haben?
 
Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Vorbereitung und Präsentation eines Referats oder schriftliche Ausarbeitung des Referatsthemas;
 
QB2-Seminar: Die „Front der Ärzte“. Medizin in den Weltkriegen
Dozent: Dr. Richard Kühl
Vorbesprechung: (obligatorisch) Freitag, 08.12.2017, 18.00 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6
Zeitraum: Samstag, 13. 01.2018 + Samstag, 20.01.2018, jeweils 10-15 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6
Anmeldung: SIMED
 
Die Veranstaltung untersucht die Rolle deutscher Mediziner im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum des Interesses stehen die Praxis der Krankenversorgung im zivilen wie im militärischen Raum sowie die Nutzung des Krieges für militärmedizinische Forschung.
Herausgearbeitet werden sollen Spezifika der kriegsideologischen "Front der Ärzte" im "Zeitalter der Extreme". Wie veränderte sich ärztliches Denken und Handeln unter den Bedingungen der "Totalisierung" des Krieges? Welche mentalitätshistorische Umbrüche und Kontinuitätslinien lassen sich über den Vergleich der deutschen Wehrmedizin in beiden Weltkriegen benennen? Neben diesen erkenntnisleitenden Fragestellungen werden in der Veranstaltung methodische Fragen der Quellenkritik und der Umgang mit medizinhistoriographischer Forschungsliteratur behandelt
 
QB2-Seminar: Auf dem Weg zu einer „liberalen Eugenik“
Dozent: Robert Ranisch M. A.
Vorbesprechung: (obligatorisch) 08.01.2018, 18.00 Uhr, Seminarraum, Gartenstr. 47
Zeitraum 29.01.-02.02.2018, jeweils 18.15 – 19.45 Uhr
 
Gegenstand des Seminars sind jüngere Positionen in der vornehmlich angelsächsischen Bio- & Medizinethik, die weitreichende Fortpflanzungsrechte fordern. Demnach sollten Kinderwunschpaare Techniken der Reproduktionsmedizin und Gendiagnostik nicht nur einsetzen dürfen, um ihre Nachkommen vor Krankheiten zu bewahren, sondern auch, um wünschenswerte Merkmale zu fördern.
 
Ziel des Seminars ist die Kompetenzvermittlung zur ethischen Urteilsbildung sowie eine Einführung grundlegender medizinethischer Begriffe (Gesundheit/Krankheit, Therapie/Verbesserung, Autonomie und Fürsorge). Ein Fokus liegt dabei auch auf dem kritischen Vergleich von gegenwärtigen Rechtfertigungsfiguren für eine freiheitliche Eugenik mit historischen Ausformungen der Eugenik. Methodisch steht die Beschäftigung mit aktueller, meist englischsprachiger Forschungsliteratur im Zentrum, aber auch eine Lektüre ausgewählter historischer Quellen.
 
Kurs Medizinische Terminologie
Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45
Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8
Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15
 
Forschungskolloquium