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QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

 

Dozenten: Professor Urban Wiesing
Zeitraum:  20.4. - 24.4.2020, Uhrzeit 8.00 - 9.30, 27.4. - 30.4.2020 und 4.5.2020 Uhrzeit 8.15 - 9.45 Uhr
jeweils Hörsaal, Medizinische Klinik,
 
Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.
 
Nähere Information unter: http://www.uni-tuebingen.de/medizinethik/ethik/lehre.html
 
QB2-Seminar: Gewalt und Medizin: historische Fallbeispiele
Dozent: PD Dr. Henning Tümmers
Vorbesprechung: 21.4.2020, 19.00 Goethestr. 6, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, obligatorisch
Zeitraum: 25.5. - 29.5.2020, 16.15 – 17.45 Uhr
Anmeldung: SIMED

 

Das Seminar analysiert ein einem historischen Längsschnitt Formen von Gewalt in der Medizin. Es fragt nach Wissenstransfer und etablierten Handlungspraktiken u. a. am Beispiel von Humanexperimenten, der Behandlung von sogenannten Kriegsneurosen und der Kolonialmedizin.

 

QB2-Seminar: Sterbehilfe und Therapiebegrenzung
Dozenten: Prof. Urban Wiesing und PD Dr. Jens Maschmann
Vorbesprechung obligatorisch: 4.5.2020, 18.00 Uhr, Seminarraum Gartenstr. 47
Zeitraum: 6.7. - 10.7.2020, 16.00 Uhr, Seminarraum Gothestr. 6
Anmeldung: SIMED
 
Das Seminar versucht zunächst die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und des assistierten Suizids zu unterscheiden und die Begriffe zu klären. Danach werden die ethischen Argumente por und contra jeweils untersucht

 

 

QB2-Seminar: Neuroethik
Dozent: Dr. Gardar Arnason
Vorbesprechung: 19.5.2020, 16 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 6.7.- 10.7.2020, 16.00 Uhr
 
Die Neuroethik ist eine noch junge Subdisziplin der biomedizinischen Ethik, die sich vornehmlich mit den ethischen Aspekten der Neurowissenschaften befasst.
Dieses Seminar ist als Einführung in Kernfragen der Neuroethik gedacht. Aus dem großen Spektrum der Anwendungsgebiete, die von intrakortikaler Stammzelltransplantation und der Implantation von Stimulationselektroden über neuronale Prothetik und bildgebende Verfahren bis hin zum kognitiven Enhancement reichen, sollen einige exemplarisch herausgegriffen werden.Die ethischen Aspekte von Eingriffen in das Gehirn, um mögliche Persönlichkeitsveränderungen, eigenverantwortliche Zustimmung, Nutzen-Risiko-Abwägungen und viele mehr sollen in Referaten präsentiert sowie zur Diskussion gestellt werden.
 
QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach Unsterblichkeit 
Dozent: Professor Dr. Hans-Jörg Ehni
Vorbesprechung: Pflicht: 24.4.2020, 18.00 Uhr 
Zeitraum: 25.5. - 29.5.2020,16-18.00 Uhr 
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

 

QB2-Seminar: Imaginationen des Unsichtbaren
Dozentin: Davina Höll, M. A.
Vorbesprechung: 22.4.2020, 16.15 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 13.7. - 17.7.2020, 16.15 - 17.45 Uhr
 
Die Vorstellung von einem unsichtbaren Mikroleben fasziniert die Menschen schon lange. Dabei haben sich medizinische, gesellschaftliche und künstlerisch-literarische Entwürfe von Beginn an gegenseitig beeinflusst und gemeinsam die Imagination der Welt der Mikroben geprägt. Heute sehen wir uns besonders angesichts zunehmender Antibiotika-Resistenzen erneut vor der Herausforderung, das Zusammenleben von Menschen und Mikroben neu zu denken. Die Studierenden sollen in diesem Seminar am Beispiel historischer und aktueller Vorstellungen von Mikroben in Medizin, Kultur und Gesellschaft durch den Vergleich von medizinischen, medizingeschichtlichen, literarischen und bildlichen Quellen den wissenschaftlichen Umgang mit diesen Dokumenten erlernen und in der kritischen Auseinandersetzung mit ihnen ein Verständnis für die historisch-theoretischen sowie ethischen Dimensionen (medizinisch-)wissenschaftlichen Fortschritts entwickeln
 

 

QB2-Seminar: Infektionskrankheiten - die Geschichte einer 
"Bedrohung"?
 Dozentin: Irene Poczka
Vorbesprechung: 14.4.2020, 16.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum, obligatorisch
Zeitraum: 08., 09., 10. und 12.06.2020, 16.30 – 19.00 Uhr
 
Jahrhunderte lang haben Infektionskrankheiten die Geschichte der Medizin und die Geschichte der Menschen überall auf der Welt gezeichnet. Aus der Erfahrung großer Epidemien ebenso wie aus dem alltäglichen Erleben vieler jahrhundertelang endemisch auftretender Krankheiten entstanden nicht nur verschiedenste religiöse, soziale und medizinische Deutungen. Auch Rituale, Techniken und Maßnahmen, um Infektionen oder die Ausbreitung von Epidemien zu verhindern oder auch die Kranken zu heilen variierten im Laufe der Geschichte.
 
Im ausgehenden 19. Jahrhundert machte sich die Medizin daran, die Bewältigung der Bedrohung durch Infektionskrankheiten für alle Zeit zu versprechen. Erst mit der Einführung des Penicillin Mitte des 20. Jahrhunderts und der Ausrottung der Pocken in den 1980er Jahren schien sich dieses Versprechen wenigstens in den Ländern der nördlichen Hemisphäre für einen kurzen Moment zu erfüllen. Seit Mitte der 1990er Jahre verkündeten Experten aufgrund der Zunahme neuer und antibiotikaresistenter Erreger, würden Infektionskrankheiten immer eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen bleiben.
In dem Seminar wollen wir uns dieser spannenden Geschichte anhand von medizinhistoriographischen Texten und einigen Quellen zuwenden. Gemeinsam werden wir im Seminar Kontinuitäten und Brüchen im Umgang mit Infektionskrankheiten und die Rolle der Medizin dabei diskutieren. Vor dem Hintergrund dieser, auch jüngsten Geschichte sollen die Studierenden bestärkt werden, eine kluge, aufmerksame und kritische Haltung bei ihrem Umgang und in ihren Sichtweisen mit Infektionen einzunehmen

 

QB2-Seminar 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne
Dozent: Dr. Daniel Becker
Vorbesprechung obligatorisch: 18.5.2020,16.15 Uhr, Semiarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6
Zeitraum: 13. - 17.7.2020,  Uhrzeit:16.15 - 17.45 Uhr.
 
In diesem Seminar wird anhand einer Vielzahl von Zugängen das Thema Tod und Sterben behandelt. Zur Sprache kommen sollen sowohl intern medizinische, als auch soziologische, historische, und medienwissenschaftliche Herangehensweisen.
Die Seminarteilnehmer sollen im Verlauf des Kurses den Facettenreichtum und die divergierenden Perspektiven dieses fundamentalen Themas kennenlernen. Mithilfe von Referaten und Diskussionsrunden sollen pro Doppelstunde verschiedene, teils zueinander konträre Betrachtungsweisen besprochen werden.
Große Themenbereiche die angesprochen werden können sind u.a. die Sterbebegleitung, Sterben und Tod in der Medizin, die Perspektive der Sterbenden, sowie Sterben und Tod in Bezug auf die sozialen Netzwerke und das Web 2.0.

 

Voraussetzungen: die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist Voraussetzung

 

 
Comparative medical ethics. I: human life, health, and value – bioethical perspectives und II. Comparative justice in health care 
 
Dozent: Dr. phil. Hans-Jörg Ehni
Seminar I: 15 .- 19.6.2020
Seminar II: 22.6. - 26.6.2020
Institut Ethik und Geschichte, Gartenstr. 47, Seminarraum
Anmeldung beim Dozenten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Im englischsprachigen Seminar "Comparative Medical Ethics" werden medizinethische Fragestellungen zusammen mit Studierenden von der Brown-University in Providence, RI (USA) diskutiert.
Das Seminar ist eine vertiefte Einführung in die medizinische Ethik und den Vergleich von Gesundheitssystemen. In beiden Bereichen verbindet es theoretische Grundpositionen in der Ethik (wie z.B. Deontologie oder die Prinzipienethik), allgemeine Problemstellungen (wie die Präimplantationsdiagnostik) mit der Ebene von Fallanalysen und Besprechungen. Besonderen Wert wird dabei auf verschiedene kulturelle Perspektiven gelegt.
Medizinische Eingriffsmöglichkeiten, die sich ständig erneuern und vergrößern werfen in jeder Phase des menschlichen Lebens schwierige und eigene Fragen auf. Je nach ethischer Grundpositionen werden diese Fragen unterschiedlich beantwortet. Dazu gehören Themen wie Reproduktionssmedizin, ethische Entscheidungsfindung am Lebensende und andere. Zu solchen Fragestellungen werden berühmte klassische bioethische Texte gelesen und allgemein bekannt gewordene kontroverse Fälle besprochen. In einer pluralistischen Gesellschaft ist es für Mediziner wesentlich sich mit solchen unterschiedlichen Haltungen auseinanderzusetzen und sie zu reflektieren, um zu einer eigenen Position zu gelangen. Das Seminar soll eine Einführung in diese Diskussionen geben und die nötige Kompetenz vermitteln, an ihnen teilzunehmen. Es werden praxisnah einige der zentralen Themen und die dazugehörigen Grundbegriffe vorgestellt, wie z.B. Gerechtigkeit, Person, oder Menschenwürde.
In der zweiten Woche wird anhand eines Vergleichs der Gesundheitssysteme der USA, Großbritanniens und Deutschlands festgestellt, wie Gesundheitssysteme generell bewertet werden können und was eine "gerechte" Gesundheitsversorgung - auch im Hinblick auf die in der ersten Woche besprochenen Themen - bedeutet.
Neben einer Einführung in wichtige medizinethische Fragestellungen bietet das Seminar vor allem die einmalige Chance, aktuelle ethische Fragen mit Studierenden aus den USA - und damit kulturvergleichend - zu diskutieren.
Kommentar: Eine Teilnahme an nur einer der beiden Wochen ist nach Rücksprache möglich und wird als QB2-Seminar angerechnet. Wünschenswert ist jedoch wegen des Austauschs mit den US-Studentinnen und -Studenten eine zweiwöchige Teilnahme
Literatur wird bei der Vorbesprechung bekanntgegeben
 
 
QB2-Seminar: Zugriff auf das Erbgut unserer Kinder: Ethische Aspekte der Genom-Editierung und der selektiven Reproduktion
 
 
Dozent: Dr. Robert Ranisch
Vorbesprechung obligatorisch: 4.6.2020, 18.00 Uhr s.t.,Seminarraum Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstraße. 47
Zeitraum: Dienstag 30.6.2020, 16.30-18.30 Uhr s.t.
 
Durch Techniken wie die Präimplantationsdiagnostik mit anschließender Embryonenselektion ist es möglich, die Vererbung von Krankheiten auf zukünftige Personen zu verhindern. Seit jüngerer Zeit wird zudem an Verfahren der Genom-Editierung geforscht, die auch einen direkten Zugriff auf das Erbgut ermöglichen. Ausgehend von diesen Entwicklungen wird sich das Seminars ausgewählten Positionen in der vornehmlich angelsächsischen Bio- & Medizinethik widmen, die weitreichende Fortpflanzungsrechte fordern. Demnach sollten Kinderwunschpaare entsprechende Techniken zur Selektion oder Veränderung des Erbgutes nicht nur einsetzen dürfen, um ihre Nachkommen vor Krankheiten zu bewahren, sondern auch, um bestimmte Merkmale zu fördern.
Ziel des Seminars ist die Kompetenzvermittlung zur ethischen Urteilsbildung sowie eine Einführung grundlegender medizinethischer Begriffe (Gesundheit/Krankheit, Therapie/Verbesserung, Autonomie und Fürsorge). Ein Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit etablierten Verfahren wie der PID sowie neuen und zukünftig Ansätzen der Keimbahnintervention (insb. durch CRISPR) oder der Mitochondrienersatztherapie. Methodisch steht die Beschäftigung mit aktueller, meist englischsprachiger Forschungsliteratur im Zentrum
 
 

 

Kursus der Medizinischen Terminologie:
Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45
Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8
Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15

 

Forschungskolloquium:
Mi 19.15-20.45 Uhr, Goethestr. 6; Programm s. Aushang und individuelle Einladung
Anmeldung beim Dozenten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!