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QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozenten: Professor Urban Wiesing
Zeitraum:14. - 18.10.2019, Uhrzeit XXX, 28.10. - 30.10.2019 und 4. + 5.11.2019, Uhrzeit 8.15 - 9.45 Uhr
jeweils Hörsaal, Medizinische Klinik,
 
Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.
 
Nähere Information unter: http://www.uni-tuebingen.de/medizinethik/ethik/lehre.html
 
QB2-Seminar: „Quellen zur Geschichte der NS-Medizin“
Dozentin: PD Dr. Henning Tümmers
Vorbesprechung: 14.10.2019, 19.00 Goethestr. 6, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum
Zeitraum: 03.02.2020. -07.02.2020, 16.15 – 17.45 Uhr
Anmeldung: SIMED

 

Ziel des Seminars ist die Einführung in den Umgang mit historischen Quellen am Beispiel der Medizin im Nationalsozialismus: In welchem Kontext sind die Quellen entstanden? Welchen Aussagewert kann der Medizinhistoriker ihnen beimessen? Was bedeutet somit „Quellenkritik", und weshalb kommen Historiker bei der Analyse von ein und derselben Quelle oftmals zu unterschiedlichen Ergebnissen? Das Seminar will diese Fragen durch eine gemeinsame Quellenlektüre sowie durch eine vergleichende Betrachtung historiographischer Ergebnisse beantworten.

 

QB2-Seminar: Die „Front der Ärzte“. Medizin in den Weltkriegen
Dozent: Dr. Richard Kühl
Vorbesprechung obligatorisch: 25.10.2019, 16 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6
Zeitraum: Samstag 11. + 18.01.2020  jeweils 10-15 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Die Veranstaltung untersucht die Rolle deutscher Mediziner im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum des Interesses stehen die Praxis der Krankenversorgung im zivilen wie im militärischen Raum sowie die Nutzung des Krieges für militärmedizinische Forschung.
Herausgearbeitet werden sollen Spezifika der kriegsideologischen "Front der Ärzte" im "Zeitalter der Extreme". Wie veränderte sich ärztliches Denken und Handeln unter den Bedingungen der "Totalisierung" des Krieges? Welche mentalitätshistorische Umbrüche und Kontinuitätslinien lassen sich über den Vergleich der deutschen Wehrmedizin in beiden Weltkriegen benennen? Neben diesen erkenntnisleitenden Fragestellungen werden in der Veranstaltung methodische Fragen der Quellenkritik und der Umgang mit medizinhistoriographischer Forschungsliteratur behandelt.

 

QB2-Seminar: Tierethik und Tierversuche
Dozent: Dr. Gardar Arnason
Vorbesprechung: 05.12.2019, 16 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 21.01. - 25.01.2020, 16.00 Uhr
 
In diesem Seminar geht es um die ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen. Zur Einleitung wird zuerst die Geschichte der Debatte kurz dargestellt, dann werden grundlegende tierethische Auffassungen diskutiert. Ob wir Tiere zu den Forschungszwecken nutzen können, hängt teilweise davon ab, welchen moralischen Status Tiere haben. Haben Tiere Rechte? Haben Tiere Interessen, die vergleichbar sind mit menschlichen Interessen? Welche Kriterien sind überhaupt entscheidend für den moralischen Wert von Tieren? Wenn wir uns eine philosophisch-ethische Grundlage in der Tierethik geschafft haben, werden die wichtigsten Argumente von Gegner und Befürworter der Tierversuche analysiert und bewertet

 

QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach Unsterblichkeit 
Dozent: Professor Dr. Hans-Jörg Ehni
Vorbesprechung: Pflicht: 22.10.2019, 16 Uhr im Institut
Zeitraum: 16.12. - 20.12.2019,16-18.00 Uhr 
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

 

QB2-Seminar: Ökonomisierung in der Medizin
Dozenten: Prof. Urban Wiesing, PD Dr. Jens Maschmann
Vorbesprechung: 05.12.2019, 18.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 20.01. – 24.01.2020, 16.00 Uhr
 
Ökonomisierung und Medizin sind unvermeidlich miteinander verbunden. Trotzdem mehren sich die Klagen über eine zunehmende Ökonomisierung der Medizin.
Das Seminar will die strukturellen Bedingungen für die derzeitigen Verhältnisse von Ökonomisierung und Medizin untersuchen. Es will die Frage nach einer akzeptablen und inakzeptablen Ökonomisierung diskutieren.

 

QB2-Seminar: Infektionskrankheiten - die Geschichte einer 
"Bedrohung"?
 Dozentin: Irene Poczka
Vorbesprechung: 16.10.2019, 19.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum, obligatorisch
Zeitraum: 21.01. – 24.01.2020, 16.30 – 19.00 Uhr
 
 Jahrhunderte lang haben Infektionskrankheiten die Geschichte der Medizin und die Geschichte der Menschen überall auf der Welt gezeichnet. Aus der Erfahrung großer Epidemien ebenso wie aus dem alltäglichen Erleben vieler jahrhundertelang endemisch auftretender Krankheiten entstanden nicht nur verschiedenste religiöse, soziale und medizinische Deutungen. Auch Rituale, Techniken und Maßnahmen, um Infektionen oder die Ausbreitung von Epidemien zu verhindern oder auch die Kranken zu heilen variierten im Laufe der Geschichte.
 
Im ausgehenden 19. Jahrhundert machte sich die Medizin daran, die Bewältigung der Bedrohung durch Infektionskrankheiten für alle Zeit zu versprechen. Erst mit der Einführung des Penicillin Mitte des 20. Jahrhunderts und der Ausrottung der Pocken in den 1980er Jahren schien sich dieses Versprechen wenigstens in den Ländern der nördlichen Hemisphäre für einen kurzen Moment zu erfüllen. Seit Mitte der 1990er Jahre verkündeten Experten aufgrund der Zunahme neuer und antibiotikaresistenter Erreger, würden Infektionskrankheiten immer eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen bleiben.
In dem Seminar wollen wir uns dieser spannenden Geschichte anhand von medizinhistoriographischen Texten und einigen Quellen zuwenden. Gemeinsam werden wir im Seminar Kontinuitäten und Brüchen im Umgang mit Infektionskrankheiten und die Rolle der Medizin dabei diskutieren. Vor dem Hintergrund dieser, auch jüngsten Geschichte sollen die Studierenden bestärkt werden, eine kluge, aufmerksame und kritische Haltung bei ihrem Umgang und in ihren Sichtweisen mit Infektionen einzunehmen

 

QB2-Seminar 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne
Dozent: Dr. Daniel Becker
Vorbesprechung obligatorisch: 17.10.2019,16.15 Uhr, Semiarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6
Zeitraum: 09.12.2019 -13.12.2019  Uhrzeit: 18.00 – 19.45 Uhr.
 
In diesem Seminar wird anhand einer Vielzahl von Zugängen das Thema Tod und Sterben behandelt. Zur Sprache kommen sollen sowohl intern medizinische, als auch soziologische, historische, und medienwissenschaftliche Herangehensweisen.
Die Seminarteilnehmer sollen im Verlauf des Kurses den Facettenreichtum und die divergierenden Perspektiven dieses fundamentalen Themas kennenlernen. Mithilfe von Referaten und Diskussionsrunden sollen pro Doppelstunde verschiedene, teils zueinander konträre Betrachtungsweisen besprochen werden.
Große Themenbereiche die angesprochen werden können sind u.a. die Sterbebegleitung, Sterben und Tod in der Medizin, die Perspektive der Sterbenden, sowie Sterben und Tod in Bezug auf die sozialen Netzwerke und das Web 2.0.

 

Voraussetzungen: die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist Voraussetzung

 

QB2- Seminar: Ethik in der Alternsmedizin
Dozent: Dr. phil. Hans-Jörg Ehni
Institut Ethik und Geschichte, Gartenstr. 47, Seminarraum
Anmeldung beim Dozenten: SIMED
Vorbesprechung: 25.10.2019. 16 Uhr
Beginn: 03.02.-07.02.2020, 16-18 Uhr
 

Überblick über die ethischen Grundprobleme in der Alternsmedizin. Analyse, Kritik und Rekonstruktion der ethischen Probleme und ihres Kontexts. Fallstudien.

Der demographische Wande, der in den Industriestaaten gegenwärtig stattfindet, führt zu einem historisch einmaligen, hohen Anteil Älterer an der Bevölkerung. Dies stellt für auch die Medizin und die zukünftigen Medizinerinnen und Mediziner eine besondere Herausforderung dar. Das Seminar soll einen ersten Überblick über verschiedene Grundthemen geben, die sich angesichts dieser Herausforderung stellen: 1. Altern als medizinisches, biologisches und soziales Phänomen, 2. Demographischer Wandel und medizinische Zukunftsszenarien, 3. Alte Menschen als Patienten, 4. Patientenverfügung.

Weitere Themen können bei der Vorbesprechung vorgeschlagen und vereinbart werden.

 

Literatur: Grundlagen: Helmchen, Hanfried et al. 2006. Ethik in der Alternsmedizin. Stuttgart: Kohlhammer (Grundriss Gerontolgie Band 22). Literatur zu den Referaten wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.

Voraussetzung: Teilnahme an der Vorbesprechung, Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit theoretischen Themen und zur Lektüre auch englischer Texte

 
QB2-Seminar: Gewalt und Medizin: historische Fallbeispiele
 Dozent: PD Dr. Henning Tümmers
 
Vorbesprechung obligatorisch: 15.10.2019, 19.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum,
Zeitraum: 20.01.2020 - 24.01.2020, 16.15- 17.45 Uhr
 
 
Das Seminar analysiert in einem historischen Längsschnitt Formen von Gewalt in der Medizin. Es fragt nach Wissenstransfer und etablierten Handlungspraktiken u. a. am Beispiel von Humanexperimenten, der Behandlung von sogenannten Kriegsneurosen und der Kolonialmedizin.

 

Kursus der Medizinischen Terminologie:
Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45
Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8
Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15

 

Forschungskolloquium:
Mi 19.15-20.45 Uhr, Goethestr. 6; Programm s. Aushang und individuelle Einladung
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