QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozenten: Professor Urban Wiesing
Zeitraum:23.04.2019 - 26.04.2019, 8.00 bis 9.30 Uhr und 29.04.2019 – 06.05.2019, 08.15 bis 09-45 Uhr
jeweils Hörsaal, Medizinische Klinik,
 
Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.
 
Nähere Information unter: http://www.uni-tuebingen.de/medizinethik/ethik/lehre.html

 

QB2-Seminar: Ethische Fragen der assistierenden Reproduktion – 
mit einem Fokus auf deren dokumentarische mediale Aufbereitung
Dozentin: Dr. Selma Kadi
Vorbesprechung: 29.04.2019, 18.00 Gartenstr. 47, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum
Zeitraum: 15.07. -19.07.2019, 16.00 – 18.00 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Das Seminar bietet eine Einführung in ethische Fragestellungen der assistierten Reproduktion. Über 5 Millionen Kinder wurden bereits durch den Einsatz von IVF und ähnlichen Methoden geboren. Zu bereits etablierten Anwendungen kommen immer wieder neue (z.B. social freezing, IVF-with-ROPA) hinzu. Zugleich gibt es nach wie vor Kritik und international sehr unterschiedliche Regulierungen. Im Seminar werden die folgenden Fragestellungen unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur und anhand von Beispielen dokumentarischer Filme diskutiert:Welche technischen Möglichkeiten sollen warum ausgeschöpft werden? Unter welchen Bedingungen sollen unterschiedliche Methoden der assistierten Reproduktion eingesetzt werden? Wer soll warum Zugang zu IVF und ähnlichen Methoden haben?
Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Vorbereitung und Präsentation eines Referats oder Anfertigung einer Seminararbeit;

 

QB2-Seminar: Die „Front der Ärzte“. Medizin in den Weltkriegen
Dozent: Dr. Richard Kühl
Vorbesprechung obligatorisch: 24.04.2019, 18 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6
Zeitraum: Samstag 18.05.2019 + Samstag 25.05.2019, jeweils 10-15 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Die Veranstaltung untersucht die Rolle deutscher Mediziner im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum des Interesses stehen die Praxis der Krankenversorgung im zivilen wie im militärischen Raum sowie die Nutzung des Krieges für militärmedizinische Forschung.
Herausgearbeitet werden sollen Spezifika der kriegsideologischen "Front der Ärzte" im "Zeitalter der Extreme". Wie veränderte sich ärztliches Denken und Handeln unter den Bedingungen der "Totalisierung" des Krieges? Welche mentalitätshistorische Umbrüche und Kontinuitätslinien lassen sich über den Vergleich der deutschen Wehrmedizin in beiden Weltkriegen benennen? Neben diesen erkenntnisleitenden Fragestellungen werden in der Veranstaltung methodische Fragen der Quellenkritik und der Umgang mit medizinhistoriographischer Forschungsliteratur behandelt.

 

QB2-Seminar: Neuroethik
Dozent: Dr. Gardar Arnason
Vorbesprechung: 28.05.2019, 16.15 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 01.07. – 05.07.2019, 16-18 Uhr
 
Die Neuroethik ist eine noch junge Subdisziplin der biomedizinischen Ethik, die sich vornehmlich mit den ethischen Aspekten der Neurowissenschaften befasst.
Dieses Seminar ist als Einführung in Kernfragen der Neuroethik gedacht. Aus dem großen Spektrum der Anwendungsgebiete, die von intrakortikaler Stammzelltransplantation und der Implantation von Stimulationselektroden über neuronale Prothetik und bildgebende Verfahren bis hin zum kognitiven Enhancement reichen, sollen einige exemplarisch herausgegriffen werden. Die ethischen Aspekte von Eingriffen in das Gehirn, um mögliche Persönlichkeitsveränderungen, eigenverantwortliche Zustimmung, Nutzen-Risiko-Abwägungen und viele mehr sollen in Referaten präsentiert sowie zur Diskussion gestellt werden
 

 

QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach Unsterblichkeit 
Dozent: Professor Dr. Hans-Jörg Ehni
Vorbesprechung: Pflicht: 23.04.2019, 18.15 Uhr im Institut
Zeitraum: 20.05. - 24.05.2019,16-18.00 Uhr 
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

 

 

QB2-Seminar: Ökonomisierung in der Medizin
Dozenten: Prof. Urban Wiesing, PD Dr. Jens Maschmann
Vorbesprechung: 15.04.2019, 18.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, obligatorisch
Zeitraum: 13.05. – 17.05.2019, 16.00 Uhr
 
Ökonomisierung und Medizin sind unvermeidlich miteinander verbunden. Trotzdem mehren sich die Klagen über eine zunehmende Ökonomisierung der Medizin.
Das Seminar will die strukturellen Bedingungen für die derzeitigen Verhältnisse von Ökonomisierung und Medizin untersuchen. Es will die Frage nach einer akzeptablen und inakzeptablen Ökonomisierung diskutieren.

 

 

QB2-Seminar: Infektionskrankheiten - die Geschichte einer 
"Bedrohung"?
 Dozentin: Irene Poczka
Vorbesprechung: 16.04.2019, 16.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum, obligatorisch
Zeitraum: 25.06. – 28.06.2019, 16.30 – 19.00 Uhr
 
 Jahrhunderte lang haben Infektionskrankheiten die Geschichte der Medizin und die Geschichte der Menschen überall auf der Welt gezeichnet. Aus der Erfahrung großer Epidemien ebenso wie aus dem alltäglichen Erleben vieler jahrhundertelang endemisch auftretender Krankheiten entstanden nicht nur verschiedenste religiöse, soziale und medizinische Deutungen. Auch Rituale, Techniken und Maßnahmen, um Infektionen oder die Ausbreitung von Epidemien zu verhindern oder auch die Kranken zu heilen variierten im Laufe der Geschichte.
 
Im ausgehenden 19. Jahrhundert machte sich die Medizin daran, die Bewältigung der Bedrohung durch Infektionskrankheiten für alle Zeit zu versprechen. Erst mit der Einführung des Penicillin Mitte des 20. Jahrhunderts und der Ausrottung der Pocken in den 1980er Jahren schien sich dieses Versprechen wenigstens in den Ländern der nördlichen Hemisphäre für einen kurzen Moment zu erfüllen. Seit Mitte der 1990er Jahre verkündeten Experten aufgrund der Zunahme neuer und antibiotikaresistenter Erreger, würden Infektionskrankheiten immer eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen bleiben.
In dem Seminar wollen wir uns dieser spannenden Geschichte anhand von medizinhistoriographischen Texten und einigen Quellen zuwenden. Gemeinsam werden wir im Seminar Kontinuitäten und Brüchen im Umgang mit Infektionskrankheiten und die Rolle der Medizin dabei diskutieren. Vor dem Hintergrund dieser, auch jüngsten Geschichte sollen die Studierenden bestärkt werden, eine kluge, aufmerksame und kritische Haltung bei ihrem Umgang und in ihren Sichtweisen mit Infektionen einzunehmen
 

 

QB2-Seminar 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne
Dozent: Dr. Daniel Becker
Vorbesprechung obligatorisch: 03.05.2019,18.00 Uhr, Semiarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6
Zeitraum: 08.07.2019 -12.07.2019  Uhrzeit: 18.15 – 19.45 Uhr.
 
In diesem Seminar wird anhand einer Vielzahl von Zugängen das Thema Tod und Sterben behandelt. Zur Sprache kommen sollen sowohl intern medizinische, als auch soziologische, historische, und medienwissenschaftliche Herangehensweisen.
Die Seminarteilnehmer sollen im Verlauf des Kurses den Facettenreichtum und die divergierenden Perspektiven dieses fundamentalen Themas kennenlernen. Mithilfe von Referaten und Diskussionsrunden sollen pro Doppelstunde verschiedene, teils zueinander konträre Betrachtungsweisen besprochen werden.
Große Themenbereiche die angesprochen werden können sind u.a. die Sterbebegleitung, Sterben und Tod in der Medizin, die Perspektive der Sterbenden, sowie Sterben und Tod in Bezug auf die sozialen Netzwerke und das Web 2.0.

 

Voraussetzungen: die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist Voraussetzung
 
QB2-Seminar oder QB2-Wahlfach: Comparative medical ethics. I human life, health, and value - bioethical perspectives und 
II. Comparatie justice in health care

 Dozent: Dr. phil. Hans-Jörg Ehni
Institut Ethik und Geschichte, Gartenstr. 47, Seminarraum
Anmeldung beim Dozenten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Im englischsprachigen Seminar "Comparative Medical Ethics" werden medizinethische Fragestellungen zusammen mit Studierenden von der Brown-University in Providence, RI (USA) diskutiert.
Das Seminar ist eine vertiefte Einführung in die medizinische Ethik und den Vergleich von Gesundheitssystemen. In beiden Bereichen verbindet es theoretische Grundpositionen in der Ethik (wie z.B. Deontologie oder die Prinzipienethik), allgemeine Problemstellungen (wie die Präimplantationsdiagnostik) mit der Ebene von Fallanalysen und Besprechungen. Besonderen Wert wird dabei auf verschiedene kulturelle Perspektiven gelegt.
Medizinische Eingriffsmöglichkeiten, die sich ständig erneuern und vergrößern werfen in jeder Phase des menschlichen Lebens schwierige und eigene Fragen auf. Je nach ethischer Grundpositionen werden diese Fragen unterschiedlich beantwortet. Dazu gehören Themen wie Reproduktionssmedizin, ethische Entscheidungsfindung am Lebensende und andere. Zu solchen Fragestellungen werden berühmte klassische bioethische Texte gelesen und allgemein bekannt gewordene kontroverse Fälle besprochen. In einer pluralistischen Gesellschaft ist es für Mediziner wesentlich sich mit solchen unterschiedlichen Haltungen auseinanderzusetzen und sie zu reflektieren, um zu einer eigenen Position zu gelangen. Das Seminar soll eine Einführung in diese Diskussionen geben und die nötige Kompetenz vermitteln, an ihnen teilzunehmen. Es werden praxisnah einige der zentralen Themen und die dazugehörigen Grundbegriffe vorgestellt, wie z.B. Gerechtigkeit, Person, oder Menschenwürde.
In der zweiten Woche wird anhand eines Vergleichs der Gesundheitssysteme der USA, Großbritanniens und Deutschlands festgestellt, wie Gesundheitssysteme generell bewertet werden können und was eine "gerechte" Gesundheitsversorgung - auch im Hinblick auf die in der ersten Woche besprochenen Themen - bedeutet.
Neben einer Einführung in wichtige medizinethische Fragestellungen bietet das Seminar vor allem die einmalige Chance, aktuelle ethische Fragen mit Studierenden aus den USA - und damit kulturvergleichend - zu diskutieren.
Kommentar: Eine Teilnahme an nur einer der beiden Wochen ist nach Rücksprache möglich und wird als QB2-Seminar angerechnet. Wünschenswert ist jedoch wegen des Austauschs mit den US-Studentinnen und -Studenten eine zweiwöchige Teilnahme
Literatur wird bei der Vorbesprechung bekanntgegeben.
 
QB2-Seminar: Quellen zur Geschichte der NS-Medizin
 Dozent: PD Dr. Henning Tümmers
 
Vorbesprechung obligatorisch: 16.04.2019, 19.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum,
Zeitraum: 20.05.2019 - 24.05.2019, 16.15- 17.45 Uhr
 
Ziel des Seminars ist die Einführung in den Umgang mit historischen Quellen am Beispiel der Medizin im Nationalsozialismus: In welchem Kontext sind die Quellen entstanden? Welchen Aussagewert kann der Medizinhistoriker ihnen beimessen? Was bedeutet somit „Quellenkritik", und weshalb kommen Historiker bei der Analyse von ein und derselben Quelle oftmals zu unterschiedlichen Ergebnissen? Das Seminar will diese Fragen durch eine gemeinsame Quellenlektüre sowie durch eine vergleichende Betrachtung historiographischer Ergebnisse beantworten.

 
Kursus der Medizinischen Terminologie:
Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45
Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8
Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15
 
Forschungskolloquium:
Mi 19.15-20.45 Uhr, Goethestr. 6; Programm s. Aushang und individuelle Einladung
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