QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozenten: Professor Urban Wiesing

Zeitraum: 23.04.18 bis 27.04.18 von 8.00 bis 9.30 Uhr und

30.04., 02.05. bis 04.05. +07.5.18, 8.15 bis 9.45 Uhr, jeweils Hörsaal, Medizinische Klinik,

 

Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.

Nähere Information unter: http://www.uni-tuebingen.de/medizinethik/ethik/lehre.html

 

 

QB2-Seminar: Ethische Fragen der assistierenden 
Reproduktion – mit einem Fokus auf deren
dokumentarische mediale Aufbereitung

Dozentin: Dr. Selma Kadi

Vorbesprechung: 18.04.2018, 18.00 Gartenstr. 47, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum

Zeitraum: 02.- 06.07.2018, 16.00 – 18.00 Uhr

Anmeldung: SIMED

Das Seminar bietet eine Einführung in ethische Fragestellungen der assistierten Reproduktion. Über 5 Millionen Kinder wurden bereits durch den Einsatz von IVF und ähnlichen Methoden geboren. Zu bereits etablierten Anwendungen kommen immer wieder neue (z.B. social freezing, IVF-with-ROPA) hinzu. Zugleich gibt es nach wie vor Kritik und international sehr unterschiedliche Regulierungen. Im Seminar werden die folgenden Fragestellungen unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur und anhand von Beispielen dokumentarischer Filme diskutiert:Welche technischen Möglichkeiten sollen warum ausgeschöpft werden? Unter welchen Bedingungen sollen unterschiedliche Methoden der assistierten Reproduktion eingesetzt werden? Wer soll warum Zugang zu IVF und ähnlichen Methoden haben?

Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Vorbereitung und Präsentation eines Referats oder Anfertigung einer Seminararbeit;

 

 

QB2-Seminar: Die „Front der Ärzte“. Medizin in den 
Weltkriegen

Dozent: Dr. Richard Kühl

Vorbesprechung obligatorisch: 23.04.2018, 18 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6

Zeitraum: Samstag 09.06. + Samstag 16.06.2018, jeweils 10-15 Uhr

Anmeldung: SIMED

Die Veranstaltung untersucht die Rolle deutscher Mediziner im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum des Interesses stehen die Praxis der Krankenversorgung im zivilen wie im militärischen Raum sowie die Nutzung des Krieges für militärmedizinische Forschung.

Herausgearbeitet werden sollen Spezifika der kriegsideologischen "Front der Ärzte" im "Zeitalter der Extreme". Wie veränderte sich ärztliches Denken und Handeln unter den Bedingungen der "Totalisierung" des Krieges? Welche mentalitätshistorische Umbrüche und Kontinuitätslinien lassen sich über den Vergleich der deutschen Wehrmedizin in beiden Weltkriegen benennen? Neben diesen erkenntnisleitenden Fragestellungen werden in der Veranstaltung methodische Fragen der Quellenkritik und der Umgang mit medizinhistoriographischer Forschungsliteratur behandelt.

 

 

QB2-Seminar: Neuroethik

 

QB-Seminar: Neuroethik

Dozent: Dr. Gardar Arnason

Vorbesprechung obligatorisch: 08.05.20188, 16.15 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47

Zeitraum: 04.-08.06.2018, 16-18 Uhr

Die Neuroethik ist noch eine junge Selbstdisziplin der biomedizinischen Ethik, die sich vornehmlich mit den ethischen Aspekten der Neurowissenschaften befasst.

Dieses Seminar ist als Einführung in Kernfragen der Neuroethik gedacht. Aus dem großem Spektrum der Anwendungsgebiete, die von intrakortikaler Stammzelltransplantation un der Implantation von Stimulationselektroden über neuronale Proethik und bildgebende Verfahren bis hin zum kognitiven Enhancement reichen, sollen einige exemplarisch herausgegriffen werden. Die ethischen Aspekte von Eingriffen in das Gehirn, um mögliche Persönlichkeitsveränderungen, eigenverantwortliche Zustimmung, Nutzen-Risiko-Abwägungen und viele mehr sollen in Referaten präsentiert sowie zur Diskussion gestellt werden.

 

QB2-Seminar: Comparative medical ethics 

I: Human life, health, and value – bioethical perspectives
II.
Comparative justice in health care

Dozent: Professor Hans-Jörg Ehni

Vorbesprechung: bitte beim Dozent anfragen
Zeitraum I:18. – 22.06.2018 von 9:15-12:45 Uhr SONDERFALL Nicht über SIMED anzumelden

Zeitraum II: 25. – 29.06.2018 von 9.15-12.45 Uhr SONDERFALL Nicht über SIMED anzumelden

Anmeldung beim Dozenten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im englischsprachigen Seminar "Comparative Medical Ethics" werden medizinethische Fragestellungen zusammen mit Studierenden von der Brown-University in Providence, RI (USA) diskutiert.

Das Seminar ist eine vertiefte Einführung in die medizinische Ethik und den Vergleich von Gesundheitssystemen. In beiden Bereichen verbindet es theoretische Grundpositionen in der Ethik (wie z.B. Deontologie oder die Prinzipienethik), allgemeine Problemstellungen (wie die Präimplantationsdiagnostik) mit der Ebene von Fallanalysen und Besprechungen. Besonderen Wert wird dabei auf verschiedene kulturelle Perspektiven gelegt.

Medizinische Eingriffsmöglichkeiten, die sich ständig erneuern und vergrößern werfen in jeder Phase des menschlichen Lebens schwierige und eigene Fragen auf. Je nach ethischer Grundpositionen werden diese Fragen unterschiedlich beantwortet. Dazu gehören Themen wie Reproduktionssmedizin, ethische Entscheidungsfindung am Lebensende und andere. Zu solchen Fragestellungen werden berühmte klassische bioethische Texte gelesen und allgemein bekannt gewordene kontroverse Fälle besprochen. In einer pluralistischen Gesellschaft ist es für Mediziner wesentlich sich mit solchen unterschiedlichen Haltungen auseinanderzusetzen und sie zu reflektieren, um zu einer eigenen Position zu gelangen. Das Seminar soll eine Einführung in diese Diskussionen geben und die nötige Kompetenz vermitteln, an ihnen teilzunehmen. Es werden praxisnah einige der zentralen Themen und die dazugehörigen Grundbegriffe vorgestellt, wie z.B. Gerechtigkeit, Person, oder Menschenwürde.

In der zweiten Woche wird anhand eines Vergleichs der Gesundheitssysteme der USA, Großbritanniens und Deutschlands festgestellt, wie Gesundheitssysteme generell bewertet werden können und was eine "gerechte" Gesundheitsversorgung - auch im Hinblick auf die in der ersten Woche besprochenen Themen - bedeutet.

Neben einer Einführung in wichtige medizinethische Fragestellungen bietet das Seminar vor allem die einmalige Chance, aktuelle ethische Fragen mit Studierenden aus den USA - und damit kulturvergleichend - zu diskutieren.

Kommentar: Eine Teilnahme an nur einer der beiden Wochen ist nach Rücksprache möglich und wird als QB2-Seminar angerechnet. Wünschenswert ist jedoch wegen des Austauschs mit den US-Studentinnen und -Studenten eine zweiwöchige Teilnahme

Literatur wird bei der Vorbesprechung bekanntgegeben.

 

 

QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach 
Unsterblichkeit

Dozent: Professor Dr. Hans-Jörg Ehni

Vorbesprechung: Pflicht: 17.04.2018, 18.15 Uhr im Institut
Zeitraum: 09. – 13.07.2018,16-18.00 Uhr (c.t.)
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

 

 

QB2-Seminar: Aids und Ethik

Dozent: PD Dr. Henning Tümmers

Seminarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6

Vorbesprechung: obligatorisch 17.04.2018, 18.00 Uhr,

Zeitraum: 11.-15.06.2018, jeweils 18.15-19.45 Uhr

Das Seminar analysiert ethische Dilemmata, die sich in den 1980er Jahren im Umgang mit der Krankheit Aids in der Bundesrepublik ergaben. Dies geschieht anhand zeitgenössischer Quellen, historiografischer Sekundärliteratur zum Thema HIV/Aids und Grundlagentexten einer medizinischen Ethik. Das Ziel besteht darin, kontroverse Perspektiven im Umgang mit dieser Bedrohung zu erklären und diese historisch einzuordnen

 

 

QB2-Seminar: Ethische Aspekte des 
Schwangerschaftsabbruchs

Dozent: Professor Urban Wiesing

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, Seminarraum EG

Vorbesprechung obligatorisch:18.06.2018, 18.00 Uhr

Zeitraum: 16.- 20.07.2018, 16.15-18.00 Uhr.

Anmeldung über SIMED

Das Seminar versucht zunächst, die medizinischen und rechtlichen Fakten zum Schwangerschaftsabbruch aufzuzeigen. Danach seien die verschiedenen Positionen zum Schwangerschaftsabbruch untersucht, insbesondere die Position der christlichen Kirchen, der Frauenbewegung und der Liberalen. Es soll gezeigt werden, auf welch unterschiedlichen Ebenen die einzelnen Argumente ansetzen und wo die ausschlaggebenden Differenzen liegen

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

 

 

QB2-Seminar: Ethische Aspekte von Demenz im Spielfilm

Dozentin: Lisa Frebel

Vorbesprechung obligatorisch: 16.04.2018, 18.00 Uhr, Seminarraum, Ethik und Geschichte der Medzin, Gartenstr. 47

Zeitraum: 14.05. – 18.05.2018, 16.15 -17.45 Uhr

Anmeldung: SIMED

Bedingt durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Menschen mit Demenz steigen und damit dringt die weitreichende Bedeutung der Diagnose verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Diese Prognosen geben Anlass, sich nicht nur medizinisch-wissenschaftlich mit dem Krankheitsbild zu beschäftigen, sondern auch mit der ethisch-moralischen Verantwortung der Gesellschaft gegenüber den Betroffenen. Der Film als Medium eignet sich in besonderer Weise dazu, neue Kommunikationsprozesse und Wissensressourcen für den Umgang mit Menschen mit Demenz zu erschließen.

Das Ziel des Seminars ist es, sich mit den medizinethischen Prinzipien und Problemfeldern (z.B. Gewalt, Kommunikation, Betreuungsrecht, Sterbehilfe, Personenstatus und Forschung) anhand von einzelnen Filmszenen auseinanderzusetzen und zur Verbesserung des Verständnisses, der Sensibilisierung und des gegenwärtigen Wissens über die ethischen, sozialen und psychologischen Dimensionen der Demenz-Krankheit beizutragen.

Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Ansehen von Spielfilmszenen; Vorbereitung und Präsentation eines Referats mit Handout und Vorstellung von 1-2 Filmszenen

 

 

QB2-Seminar: 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne

Dozent: Dr. Daniel Becker

Vorbesprechung obligatorisch: 23.05.2018, 16.30 Uhr, Semiarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6

Zeitraum: 09.- 13.07.2018, 16 – 18 Uhr.

Einstellungen zu Sterben und Tod entstehen aus einem reziproken Verhältnis zwischen Individuum, Gesellschaft und Umwelt. Es ist eng verbunden mit dem gesellschaftlich verankerten Bild von Mensch und Natur. Das Ende des Lebens und der Tod stellen somit eine besondere Rolle im Wandel des Verhältnisses von Individuum, Gesellschaft und Natur dar und prägen in eklatanter Weise die Entwicklung des menschlichen Selbstverständnisses.

In diesem Seminar sollen verschiedene Arten und Vorstellungen über das Sterben und den Tod behandelt werden, welche zu einem besseren Verständnis des gesellschaftlichen aber auch medizinischen Umgangs mit dem Prozess Sterben und dem Phänomen Tod führen sollen.

Voraussetzungen: die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist Voraussetzung

 

 

QB2-Seminar: Zugriff auf das Erbgut unserer Kinder: Ethische Aspekte de Gemon-Editierung und der selektiven Reproduktion

Dozent: Dr. Robert Ranisch

Vorbesprechung obligatorisch: 11.06.2018, Seminarraum Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

Zeitraum: 23.-27.07.2018, 16-18 Uhr

Durch Techniken wie die Präimplantationsdiagnostik mit anschließender Embryonenselektion ist es möglich, die Vererbung von Krankheiten auf zukünftige Personen zu verhindern. Seit jüngerer Zeit wird zudem an Verfahren der Genom-Editierung geforscht, die auch einen direkten Zugriff auf das Erbgut ermöglichen. Ausgehend von diesen Entwicklungen wird sich das Seminars ausgewählten Positionen in der vornehmlich angelsächsischen Bio- & Medizinethik widmen, die weitreichende Fortpflanzungsrechte fordern. Demnach sollten Kinderwunschpaare entsprechende Techniken zur Selektion oder Veränderung des Erbgutes nicht nur einsetzen dürfen, um ihre Nachkommen vor Krankheiten zu bewahren, sondern auch, um bestimmte Merkmale zu fördern.

Ziel des Seminars ist die Kompetenzvermittlung zur ethischen Urteilsbildung sowie eine Einführung grundlegender medizinethischer Begriffe (Gesundheit/Krankheit, Therapie/Verbesserung, Autonomie und Fürsorge). Ein Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit etablierten Verfahren wie der PID sowie neuen und zukünftig Ansätzen der Keimbahnintervention (insb. durch CRISPR) oder der Mitochondrienersatztherapie. Methodisch steht die Beschäftigung mit aktueller, meist englischsprachiger Forschungsliteratur im Zentrum.

 

 

 

Kursus der Medizinischen Terminologie:

Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45

Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8

Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15

 

 

Forschungskolloquium:

Mi 18.15 Uhr, Gartenstr. 47; Programm s. Aushang und individuelle Einladung
Anmeldung beim Dozenten:
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