QB2-Hauptvorlesung: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dozenten: Professor Urban Wiesing
Zeitraum: 22.10.2018 – 26.10.2018, 8.00 bis 9.30 Uhr und 29.10.2018 – 02.11.2018, 08.15 bis 09-45 Uhr
jeweils Hörsaal, Medizinische Klinik,
 
Die Vorlesung bietet eine Einführung in wichtige Fragestellungen aus dem Bereich Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (Querschnittsbereich 2). U. a. werden folgende Themen behandelt: Grundlagen der Medizinethik, ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis; rationale und irrationale Konzepte der Medizin; Medizin in der Antike, der Renaissance und dem 17. -20. Jahrhundert; Geschichte der Psychiatrie und Psychoanalyse sowie des Gesundheitswesens; Medizin im Nationalsozialismus, Humangenetik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Therapiebegrenzung, Mittelverteilung im Gesundheitswesen.
 

 

QB2-Seminar: Ethische Fragen der assistierenden Reproduktion – 
mit einem Fokus auf deren dokumentarische mediale Aufbereitung
Dozentin: Dr. Selma Kadi
Vorbesprechung: 18.10.2018, 18.00 Gartenstr. 47, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum
Zeitraum: 26.11.- 30.11.2018, 16.00 – 18.00 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Das Seminar bietet eine Einführung in ethische Fragestellungen der assistierten Reproduktion. Über 5 Millionen Kinder wurden bereits durch den Einsatz von IVF und ähnlichen Methoden geboren. Zu bereits etablierten Anwendungen kommen immer wieder neue (z.B. social freezing, IVF-with-ROPA) hinzu. Zugleich gibt es nach wie vor Kritik und international sehr unterschiedliche Regulierungen. Im Seminar werden die folgenden Fragestellungen unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur und anhand von Beispielen dokumentarischer Filme diskutiert:Welche technischen Möglichkeiten sollen warum ausgeschöpft werden? Unter welchen Bedingungen sollen unterschiedliche Methoden der assistierten Reproduktion eingesetzt werden? Wer soll warum Zugang zu IVF und ähnlichen Methoden haben?
Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Vorbereitung und Präsentation eines Referats oder Anfertigung einer Seminararbeit;

 

QB2-Seminar: Die „Front der Ärzte“. Medizin in den Weltkriegen
Dozent: Dr. Richard Kühl
Vorbesprechung obligatorisch: 22.10.2018, 18 Uhr, Seminarraum Goethestr. 6
Zeitraum: Samstag 24.11.2018 + Samstag 01.12.2018, jeweils 10-15 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Die Veranstaltung untersucht die Rolle deutscher Mediziner im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum des Interesses stehen die Praxis der Krankenversorgung im zivilen wie im militärischen Raum sowie die Nutzung des Krieges für militärmedizinische Forschung.
Herausgearbeitet werden sollen Spezifika der kriegsideologischen "Front der Ärzte" im "Zeitalter der Extreme". Wie veränderte sich ärztliches Denken und Handeln unter den Bedingungen der "Totalisierung" des Krieges? Welche mentalitätshistorische Umbrüche und Kontinuitätslinien lassen sich über den Vergleich der deutschen Wehrmedizin in beiden Weltkriegen benennen? Neben diesen erkenntnisleitenden Fragestellungen werden in der Veranstaltung methodische Fragen der Quellenkritik und der Umgang mit medizinhistoriographischer Forschungsliteratur behandelt.

 

QB2-Seminar: Tierethik und Tierversuche
Dozent: Dr. Gardar Arnason
Vorbesprechung obligatorisch: 13.12.2018, 16.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Seminarraum, Gartenstr. 47
Zeitraum: 21.01.-25.01.2019, 16-18 Uhr
 
In diesem Seminar geht es um die ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen. Zur Einleitung wird zuerst die Geschichte der Debatte kurz dargestellt, dann werden grundlegende tierethische Auffassungen diskutiert. Ob wir Tiere zu den Forschungszwecken nutzen können, hängt teilweise davon ab, welchen moralischen Status Tiere haben. Haben Tiere Rechte? Haben Tiere Interessen, die vergleichbar sind mit menschlichen Interessen? Welche Kriterien sind überhaupt entscheidend für den moralischen Wert von Tieren? Wenn wir uns eine philosophisch-ethische Grundlage in der Tierethik geschafft haben, werden die wichtigsten Argumente von Gegner und Befürworter der Tierversuche analysiert und bewertet.

 

 

QB2-Seminar: Das medizinische Streben nach Unsterblichkeit 
Dozent: Professor Dr. Hans-Jörg Ehni
Vorbesprechung: Pflicht: 23.10.2018, 18.15 Uhr im Institut
Zeitraum: 14.01. – 18.01.2018,16-18.00 Uhr 
Ort: Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47

 

 

QB2-Seminar: Ethische Aspekte der Sterbehilfe
Dozent: Professor Urban Wiesing
Vorbesprechung: 10.12.2019, 18.00 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47, Seminarraum, obligatorisch
Zeitraum 28.01.2019 – 01.02.2019, 16.00 – 18.00 Uhr
Anmeldung: SIMED
 

Das Seminar versucht zunächst, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und des assistierten Suizids zu unterscheiden und die Begriffe zu klären. Danach werden die ethische Argumente pro und contra jeweils untersucht. Überdies informiert das Seminar zu internationalen Entwicklungen. Literatur wird in der Vorbesprechung verteilt.

 

 

QB2-Seminar: Ethische Aspekte von Demenz im Spielfilm
Dozentin: Lisa Frebel
Vorbesprechung obligatorisch: 16.10.2018, 18.00 Uhr, Seminarraum, Ethik und Geschichte der Medzin, Gartenstr. 47
Zeitraum: 10.12. – 14.12.2018, 16.15 -17.45 Uhr
Anmeldung: SIMED
 
Bedingt durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Menschen mit Demenz steigen und damit dringt die weitreichende Bedeutung der Diagnose verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Diese Prognosen geben Anlass, sich nicht nur medizinisch-wissenschaftlich mit dem Krankheitsbild zu beschäftigen, sondern auch mit der ethisch-moralischen Verantwortung der Gesellschaft gegenüber den Betroffenen. Der Film als Medium eignet sich in besonderer Weise dazu, neue Kommunikationsprozesse und Wissensressourcen für den Umgang mit Menschen mit Demenz zu erschließen.
 
Das Ziel des Seminars ist es, sich mit den medizinethischen Prinzipien und Problemfeldern (z.B. Gewalt, Kommunikation, Betreuungsrecht, Sterbehilfe, Personenstatus und Forschung) anhand von einzelnen Filmszenen auseinanderzusetzen und zur Verbesserung des Verständnisses, der Sensibilisierung und des gegenwärtigen Wissens über die ethischen, sozialen und psychologischen Dimensionen der Demenz-Krankheit beizutragen.
Voraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme; Bereitschaft zum Lesen deutsch- und englischsprachiger Texte; Ansehen von Spielfilmszenen; Vorbereitung und Präsentation eines Referats mit Handout und Vorstellung von 1-2 Filmszenen

 

QB2-Seminar 1000 Tode: Sterben und Tod in der Moderne
Dozent: Dr. Daniel Becker
Vorbesprechung obligatorisch: 08.11.2018, 16.30 Uhr, Semiarraum, Geschichte der Medizin, Goethestr. 6
Zeitraum: 14.01.2019-18.01.2019,  Uhrzeit: 18.15 – 19.45 Uhr.
 
In diesem Seminar wird anhand einer Vielzahl von Zugängen das Thema Tod und Sterben behandelt. Zur Sprache kommen sollen sowohl intern medizinische, als auch soziologische, historische, und medienwissenschaftliche Herangehensweisen.
Die Seminarteilnehmer sollen im Verlauf des Kurses den Facettenreichtum und die divergierenden Perspektiven dieses fundamentalen Themas kennenlernen. Mithilfe von Referaten und Diskussionsrunden sollen pro Doppelstunde verschiedene, teils zueinander konträre Betrachtungsweisen besprochen werden.
Große Themenbereiche die angesprochen werden können sind u.a. die Sterbebegleitung, Sterben und Tod in der Medizin, die Perspektive der Sterbenden, sowie Sterben und Tod in Bezug auf die sozialen Netzwerke und das Web 2.0.

 

Voraussetzungen: die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist Voraussetzung
 
QB2-Seminar: Zugriff auf das Erbgut unserer Kinder: Ethische Aspekte de Gemon-Editierung und der selektiven Reproduktion
Dozent: Dr. Robert Ranisch
Vorbesprechung obligatorisch: 25.10.2018, Seminarraum Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Gartenstr. 47
Zeitraum: 03.12.-07.12.2018, 18-20 Uhr
 
Durch Techniken wie die Präimplantationsdiagnostik mit anschließender Embryonenselektion ist es möglich, die Vererbung von Krankheiten auf zukünftige Personen zu verhindern. Seit jüngerer Zeit wird zudem an Verfahren der Genom-Editierung geforscht, die auch einen direkten Zugriff auf das Erbgut ermöglichen. Ausgehend von diesen Entwicklungen wird sich das Seminars ausgewählten Positionen in der vornehmlich angelsächsischen Bio- & Medizinethik widmen, die weitreichende Fortpflanzungsrechte fordern. Demnach sollten Kinderwunschpaare entsprechende Techniken zur Selektion oder Veränderung des Erbgutes nicht nur einsetzen dürfen, um ihre Nachkommen vor Krankheiten zu bewahren, sondern auch, um bestimmte Merkmale zu fördern.
Ziel des Seminars ist die Kompetenzvermittlung zur ethischen Urteilsbildung sowie eine Einführung grundlegender medizinethischer Begriffe (Gesundheit/Krankheit, Therapie/Verbesserung, Autonomie und Fürsorge). Ein Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit etablierten Verfahren wie der PID sowie neuen und zukünftig Ansätzen der Keimbahnintervention (insb. durch CRISPR) oder der Mitochondrienersatztherapie. Methodisch steht die Beschäftigung mit aktueller, meist englischsprachiger Forschungsliteratur im Zentrum.
 

 

QB2-Seminar: Quellen zur Geschichte der NS-Medizin

 

Dozent: PD Dr. Henning Tümmers
 
Vorbesprechung obligatorisch: 23.10.2018, 19.00 Uhr, Institut für Geschichte der Medizin, Goethestr. 6, Seminarraum,
 
Zeitraum: 26.11.-30.11.2018, 18.15-19.45 Uhr
 
 
 
Ziel des Seminars ist die Einführung in den Umgang mit historischen Quellen am Beispiel der Medizin im Nationalsozialismus: In welchem Kontext sind die Quellen entstanden? Welchen Aussagewert kann der Medizinhistoriker ihnen beimessen? Was bedeutet somit „Quellenkritik", und weshalb kommen Historiker bei der Analyse von ein und derselben Quelle oftmals zu unterschiedlichen Ergebnissen? Das Seminar will diese Fragen durch eine gemeinsame Quellenlektüre sowie durch eine vergleichende Betrachtung historiographischer Ergebnisse beantworten.

 
Kursus der Medizinischen Terminologie:
Dienstag und Mittwoch, jeweils 11:15-12:45
Kurse 1, 2 & 5 Semesterwoche 1-8
Kurse 3 & 4 Semesterwoche 9-15
 
Forschungskolloquium:

QB2-Seminar: Quellen zur Geschichte der NS-Medizin