Klinisches Ethik-Komitee am Universit?tklinikum T?bingen PDF Drucken
Zum Wintersemester 04/05 hat der Vorstand des Universitätsklinikums ein Klinisches Ethik-Komitee (KEK) eingerichtet. Hierbei handelt sich um ein interdisziplinär zusammengesetztes Beratungsgremium, das als berufsgruppenübergreifendes Diskussionsforum für ethische Entscheidungskonflikte im klinischen Alltag zur Verfügung steht. Zu den Problembereichen gehören u.a. die Therapiebegrenzung am Lebensende, Aufklärung und Einwilligung, Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch. Das KEK dient sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitätsklinikums als auch Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen als Ansprechpartner. Der Klinikumsvorstand ernennt für die Dauer von drei Jahren die Mitglieder des KEK aus den Arbeitsbereichen Medizin, Pflege, Seelsorge, Verwaltung, Rechtswissenschaften und Medizinethik. Sitzungen des KEK finden in der Regel zweimal im Semester statt.

Aufgaben des Klinischen Ethik-Komitees

  1. Klinische Ethikberatung
    Zu den Kernaufgaben des KEK zählt die klinische Ethikberatung im Einzelfall. Hierfür steht eine ständige Arbeitsgruppe "Ethikberatung" bei akuten Anfragen aus dem Klinikum auch kurzfristig zur Verfügung. Ziel der Ethikberatung ist es, in schwierigen Situationen die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Flyer Klinische Ethikberatung
  2. Leitlinienentwicklung
    Bei sich wiederholenden ethischen Fragestellungen im Klinikum kann das KEK auf Anfrage Leitlinien formulieren.
  3. Fort- und Weiterbildung
    Das KEK führt Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zu ethischen Themen in Medizin und Pflege durch.

Mitglieder des Klinischen Ethik-Komitees

  • PD Dr. H. Abele (Universitäts-Frauenklinik, Abteilung Geburtshilfe)
  • Pfr. F. Bresch (Evangelische Klinikseelsorge)
  • Prof. Dr. J. Clausen (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin)
  • Prof. Dr. G. Eschweiler (Geriatrisches Zentrum)
  • Prof. Dr. L. Kanz (Medizinische Universitätsklinik II)
  • Dr. R.-T. Kiefer (Anästhesiologie und Intensivmedizin)
  • Dr. A. Kimmig (Kinderheilkunde I)
  • Frau J. Luntz, Dipl. PGW (Pflegedirektorin Universitätsklinikum Tübingen)  
  • Frau H. Mayer (Pädiatrische Intensivpflege, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin II)
  • Frau A. Müller-Czisch (Intensivpflege Medizinische Klinik)
  • Prof. Dr. Ch. Poets (Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin IV)
  • Past. Ref. B. Schubert (Katholische Klinikseelsorge)
  • Prof. Dr. Dr. G. Sandberger (Juristische Fakultät)
  • Prof. Dr. M. Schuhmann (Universitätsklinik für Neurochirurgie)
  • Frau G. Sonntag (Verwaltung des Universitätsklinikums)
  • Dr. M. Synofzik, MA (Neurologische Universitätsklinik)
  • Frau G. Weise (Intensivpflege, Neurologische Universitätsklinik)
  • Prof. Dr. Dr. U. Wiesing (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin)

Vorsitzender: Prof. Dr. Ch. Poets
Stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dr. Dr. U. Wiesing
Geschäftsführer: Prof. Dr. J. Clausen

Mitglieder der Arbeitsgruppe "Ethikberatung" des Klinischen Ethikkomitees:

  • Pfr. F. Bresch
  • Prof. Dr. J. Clausen
  • Dr. H.-J. Ehni
  • Frau A. Müller-Czisch
  • Prof. Dr. Ch. Poets
  • Past. Ref. B. Schubert
  • Dr. M. Synofzik
  • Frua G. Weise
  • Prof. Dr. Dr. U. Wiesing

Was ist eine klinische Ethikberatung?

Die Möglichkeiten der modernen Medizin werfen für alle an der Behandlung und Pflege Beteiligten zunehmend ethische Fragen auf. Dabei herrscht weitgehende Einigkeit, dass nicht alles, was die Medizin kann, auch tatsächlich durchgeführt werden soll: Das ethisch Richtige ergibt sich nicht aus dem technisch Möglichen. Im Vordergrund steht die Frage, welche Maßnahmen für die betroffenen Patientinnen und Patienten am besten sind. Häufige Problembereiche sind die Therapiebegrenzung am Lebensende, die Aufklärung und Einwilligung bei nicht entscheidungsfähigen Patienten oder der Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnostik. Aufgabe der klinischen Ethikberatung ist es, in konkreten ethischen Konfliktfällen im klinischen Alltag die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Für die Beratung stehen die Mitglieder der ständigen Arbeitsgruppe "Ethikberatung" zu Verfügung. Sie moderieren die Fallbesprechung vor Ort und helfen bei der Suche nach einer ethisch begründeten, für alle Beteiligten nachvollziehbaren Entscheidung. Die endgültige Entscheidung und die damit verbundene Verantwortung verbleibt bei dem behandelnden Arzt bzw. der Pflegekraft. Alle an der Ethikberatung Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht.

Wer kann eine Ethikberatung anfordern?

  • Ärztinnen und Ärzte
  • Pflegepersonal
  • Patientinnen und Patienten
  • Angehörige
  • Sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Tübingen

Wie fordert man eine Ethikberatung an?

Bitte richten Sie Ihre Anfrage über das Sekretariat des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an die Arbeitsgruppe "Ethikberatung":
Tel. 07071/29-78016 oder 78015 oder 78031
Mobil: 0163 36 54 588
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Bitte schicken Sie uns eine E-Mail, wenn Sie uns telefonisch nicht erreichen können, wir rufen Sie dann baldmöglichst zurück! Vergessen Sie dabei nicht uns mitzuteilen, unter welcher Telefonnummer Sie erreichbar sind.

Flyer mit Information zur Klinischen Ethikberatung

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Jens Clausen
Geschäftsführer Klinisches Ethik-Komitee am Universitätsklinikum Tübingen
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin 
Gartenstr. 47 
D-72074 Tübingen
Tel. 07071/29-78016 oder 78031
Mobil: 0163-3654588
Fax 07071/29-5190
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Weiterführende Informationen zur Ethikberatung